Mechanismus
Lantharenol:
- Lantharenol® bindet den Phosphor direkt im Futter und bildet mit diesem ein unlösliches Lanthansalz.
- Das unlösliche Lanthansalz kann nicht die Schleimhäute des Verdauungstraktes passieren.
- Anstatt systemisch absorbiert zu werden, wird das gebundene Phosphat mit dem Kot direkt wieder ausgeschieden.
- Dies reduziert die Aufnahme von Phosphat aus dem Futter ins Blut und entlastet die Niere.
- Deswegen muss Renalzin® aber immer zusammen mit dem Futter gegeben werden, ansonsten kann es nicht wirken.
Die Bindungskapazität von Lanthankarbonat ist vergleichbar mit Aluminiumhydroxid und größer als die von Kalziumkarbonat (Ipakitine) (13).
Die Bindungskapazität ist dieselbe bei normalen Katzenfutter und Nierendiäten (16).
Die Ausscheidung von Phosphor bei einer Nierendiät und Renalzin® ist relativ gesehen höher: Man erreicht in der Phosphatbindung relativ gesehen mehr, wenn man in einem Futter mit wenig vorhandenem Phosphat gleich viel bindet wie in einem Futter mit hohem Phosphatanteil.
Kaolin:
- Ein zugelassener Futtermittelzusatzstoff mit toxinbindender Wirkung.
- Kaolin wird in der Humanmedizin wie Aktivkohle als sogenanntes Adsorbens eingesetzt. Diese werden selbst nicht resorbiert, sondern sollen die für die Durchfallerkrankung verantwortlichen Toxine binden.
- Kaolin ist der Hauptbestandteil („Wirkstoff") von Ton-Heilerde. Es übt einen schützenden Effekt auf die Darmschleimhaut aus und beeinflusst die Darmflora günstig.
- Zusätzlich verbessert es die Palabilität von Renalzin (macht es sämiger).
Vitamin E:
- Dies ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von (bis heute) acht fettlöslichen Substanzen mit antioxidativen und nicht-antioxidativen Wirkungen.
- Vitamin E ist Bestandteil aller Membranen tierischer Zellen, wird jedoch nur von photosynthetisch aktiven Organismen wie Pflanzen und Cyanobakterien gebildet.
- Vier der acht bekannten Vitamin E-Formen werden Tocopherole genannt [abgeleitet von den altgriechischen Wörtern: τόκος/tókos „Geburt" und φέρειν/phérein „tragen", „bringen"].
- Tocopherole finden in der Lebensmittelindustrie als Antioxidationsmittel Verwendung, zum Teil (tocopherolhaltige Extrakte natürlichen Ursprungs) auch für „Bio "-Lebensmittel.

