Feststellung, Diagnose
Wenn die Nieren Ihrer Katze gecheckt werden soll, wird Ihr Tierarzt den Urin (Harn) und das Blut Ihrer Katze untersuchen.
Das Blut wird er/sie mit einer Spritze entweder am Vorder- oder Hinterbein oder am Hals entnehmen. Das sieht meist schlimmer aus, als es für die Katze ist. Unangenehm ist ihr/ihm wie allen Katzen idR. das Festhalten, nicht so sehr die Spritze.
Schwieriger ist die Uringewinnung. Man kann den Urin im speziell vorbereiteten Katzenklo (mit Zeitungspapier statt Katzenstreu) sammeln. Als Katzenbesitzer wird man jetzt evtl. müde lächeln und wer einen Freigänger hat, vielleicht sogar leise lachen.
Am besten eignet sich für die Harngewinnung die sogenannte Blasenpunktion. Das bedeutet, dass der Tierarzt mit einer Spritze den Urin durch die Bauchdecke direkt aus der Harnblase holt,
Auch hier werden Sie evtl. schlucken, aber auch dieses Vorgehen ist für die Katze nicht schlimm, weil die Blasenwand kaum Schmerzempfinden hat. Der Vorteil ist ein schnelles Verfahren und eine saubere (sterile) Harnprobe.
Die Entnahme dieser Proben ist wichtig, weil in diesen gecheckt werden kann, ob die Nieren Ihrer Katze den Urin noch richtig konzentrieren können und ob sich evtl. Schad- bzw. Giftstoffe im Körper anreichern. Des Weiteren können auch verschiedene Minerale und Blutbestandteile gemessen werden.
Von den beiden genannten Untersuchungen ist die Blutuntersuchung die häufigere und aussagekräftigere.
In den beiden Proben (Blut und Urin) werden nun folgende Werte (Parameter) untersucht. (Wir werden Ihnen die Bezeichnungen nennen und versuchen den Hintergrund so einfach wie möglich darzustellen).
Blut:
Harnstoff
Harnstoff ist ein
Stoffwechselprodukt, das bei der Verdauung von Eiweiß im Futter
entsteht. Kann Harnstoff infolge einer Nierenschädigung nicht mehr
ausreichend über den Urin ausgeschieden werden, steigt der Spiegel im
Blut an.
Das Veränderungen dieses Stoffes nicht nur von der
Nierenfunktion abhängen, ist dieser Wert in der Nierendiagnostik nicht
als alleiniger Hinweis sondern immer im Gesamtbild zu beurteilen.
Bei CNI ist der Harnstoffwert erhöht.
Kreatinin
Dieser
Stoff ist ebenfalls ein harnpflichtiges Stoffwechselprodukt, das beim
Muskelstoffwechsel entsteht. Da es nicht von der
Nahrungszusammensetzung beeinflusst wird, gilt es als genauerer
Messwert für die Nierenfunktion.
Bei CNI ist der Kreatininwert erhöht.
Phosphor
Dieser
Stoff ist einer derjenigen, die normalerweise von der Niere
ausgeschieden werden. Geschieht dies nicht mehr, reichert er sich im
Blut und in verschiedenen Geweben an. (Konsequenzen s. Symptome). Der
Phosphorstoffwechsel hängt stark von der Niere ab, so dass eine
Veränderung dieses Wertes wichtig für die Beurteilung der
Nierenfunktion ist.
Bei CNI ist der Phosphorwert erhöht.
Aufgrund
von Kompensationsmechanismen der Nieren ist eine Erhöhung der
Phosphatwerte erst spät im Verlauf der CNI im Blut messbar.
Rote Blutkörperchen
Diese werden bei einer CNI weniger gebildet und somit ist deren Anzahl geringer als normal. Man spricht dann allgemein von einer Blutarmut.
Urin:
Spezifisches Gewicht
Hier wird die sogenannte Dichte des Urins bestimmt, also wie dünn oder dick ist er. Ist er sehr wässrig?
Bei CNI ist das spezifische Gewicht niedrig.
Ist der Wert unter 1.035 heißt das, dass die Nieren den Harn nicht mehr richtig konzentrieren können.
Proteinurie
Ausscheidung von Eiweiß über den Urin. Eine erhöhte Eiweißausscheidung kann ein harmloses, vorübergehendes Ereignis sein. Anhaltend erhöhte Eiweißmengen im Urin sind allerdings nicht nur die Folge verschiedenster Erkrankungen, sondern auch eine wichtige eigenständige Ursache für das Fortschreiten einer Nierenerkrankung.
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